
Über 100 Menschen setzen in Elstal starkes Zeichen für Demokratie und Menschlichkeit
Trotz Schneefalls und eisiger Kälte versammelten sich am Freitag, dem 13. über 100 Menschen auf dem Karl-Liebknecht-Platz in Elstal – direkt gegenüber der Bürgerbegegnungsstätte, in der zeitgleich ein AfD-„Bürgerdialog“ stattfand. Initiiert von der AG Vielfalt Wustermark setzte ein breites zivilgesellschaftliches Bündnis ein unübersehbares Zeichen für Demokratie, Menschlichkeit und ein offenes Miteinander in Wustermark und im Havelland. Das gemeinsame Motto: „Nie wieder ist jetzt!“
Mit klarer Haltung, starken Stimmen und viel Musik wurde der Platz zu einem lebendigen Ort des demokratischen Widerstands. Die Bläser von Krass der Wind! brachten mit „Pippi Langstrumpf“ augenzwinkernde Unerschrockenheit gegen Rechts auf die Straße, mit „Bella Ciao“ klang die europäische Widerstandstradition an. Gemeinsam sangen die Teilnehmenden das chilenische Protestlied El pueblo unido jamás será vencido – in deutscher Fassung und als kraftvolles Bekenntnis zu Solidarität und Zusammenhalt: Ein geeintes Volk wird nicht besiegt. Eine Sambaband setzte mit treibenden Rhythmen warme, entschlossene Akzente gegen Kälte und Hetze.
In Redebeiträgen unterstrichen unter anderem die Omas gegen Rechts Ketzin, die Wustermarker WählerGemeinschaft, SPD und Grüne aus dem Havelland sowie die AG Vielfalt die Bedeutung von Menschenwürde, Respekt und demokratischer Verantwortung auf kommunaler Ebene. Bürgermeisterkandidat Fabian Streich, getragen von SPD, Grünen und Linken, sprach sich für eine Politik des offenen Dialogs und der Willkommenskultur aus. Zwei weitere eingeladene Bürgermeisterkandidaten blieben der Kundgebung fern.
Deutlich sichtbar wurden an die Kirchenwand projizierte Zitate von AfD-Mitgliedern, die deren menschenverachtende und demokratiefeindliche Positionen offenlegten. Daneben stand, groß und unmissverständlich: „Was WIR sagen: Nie wieder Faschismus!“
Die Kundgebung machte klar: Wustermark steht für Vielfalt, Solidarität und eine lebendige demokratische Kultur. Gerade auf kommunaler Ebene entscheidet sich, wie wir zusammenleben wollen – respektvoll, solidarisch und offen. Die Botschaft dieses Abends war eindeutig: Unsere Gemeinde ist bunt. Und wir stehen zusammen.

